Musik / Kultur / Bildung

"Turbulenzen": Konzert der Frankfurter Solisten

Das Erste von zwei Konzerten war bereits ein voller Erfolg: Die Frankfurter Solisten begeisterten ihr Publikum mit virtuos gespielten Werken von Mozart, Haydn und Grieg. Der erst 19jährige Simon Tetzlaff glänzte dabei nicht nur als Solist beim Cellokonzert von Haydn, sondern rockte als Zugabe auch noch einen Satz aus den Bach'schen Cellosuiten – ein rundum toller Abend mit Ausklang im ORCA:  wir freuen uns schon auf das nächste Konzert am 27. November!
Unter diesem Link finden Sie auf YouTube Eindrücke von der Veranstaltung.

Fotos: Bastian Fiebig

 

5 Jahre BonEvent - Jubiläumsfeier

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EIN TRAUM WIRD WAHR!
Musik lag in der Luft zur Feier des fünfjährigen Bestehens von BonEvent, gesungen und gespielt von der Band „Second Reflection“ mit Jakob Fiebig und Benjamin Dorbert am 18.02.2016.

Wie kam es zu BonEvent? Die Idee zu dieser Bildungsveranstaltung entstand während eines Einkehrtages des Pfarrgemeinderates. Am 01.11.2010 traf sich der neue Kulturausschuss zur Planung einer Veranstaltungsreihe und zerbrach sich den Kopf über einen passenden Namen. Auf dem Nachhauseweg hatte Herr Henn eine Eingebung: BonEvent. Kurz und gut! Es steckt alles drin: „Bon“ – französisch „gut“, Boni – unsere Gemeinde St. Bonifatius, Event: Ereignis
am Abend.

Unser Team besteht heute aus Claudia Holzmann, Angelika Schölkens-Seyfried, Marianne Ullrich, Peter Deutsch und mir, Ursula Bremer. Wir übernehmen abwechselnd die Patenschaft der Referenten und richten den Abend aus. Frau Fiebig unterstützt uns extern bei der Werbung. Sie gestaltet das Design unserer attraktiven Flyer. Herr Henn und Frau Huckelmann halfen uns mit Ideen, Fotos und Berichten. Tatkräftige Unterstützung leisten oft unsere Hintermänner (Ehepartner).

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Das hätten wir vor 5 Jahren nicht zu träumen gewagt: 25 lehr- und abwechslungsreiche Vorträge mit angeregten Gesprächen, „um Einblicke in nicht ganz alltägliche Erfahrungen und Lebensbereiche zu erhalten“, wie Herr Gottwals von der FNP schrieb. „Unser Leitmotiv sind Menschen, und deren Leben und Wirken rund um unseren Kirchturm.“ „Breit war das Spektrum der Themen“, berichtete Frau Schieder vom Sachsenhäuser Wochenblatt. Dank unserer Referenten erfuhren wir:
Bildung ist heutzutage nach Herrn Schreiber wichtiger denn je. „...Kommunikation statt Massenwerbung.“ für die Kehrtwende in die Zukunft, um mit Herrn Theobald aus der Buchscheer den Spagat zwischen Kontinuität und Erneuerung zu schaffen. Frau Dr. Thomaßen lehrte uns die Welt und die Religionen sinnvoller und achtsamer wahrzunehmen. Herr Pfarrer Schechter zeigte uns den Spagat zwischen evangelisch und katholisch in eigener Person.
Herr Dr. Buballa erläuterte uns anhand der Sinusmilieustudie die Verschiedenheit der Menschen in unserem Pfarrgebiet. Herr Menge diskutierte mit uns, wie er Christsein mit seinem Beruf bei der Polizei vereinbart. Wir lüfteten mit Frau Dr. Bauer den Schleier unserer Einbildung und schauten mit Frau Dr. Haid hinter die Kulissen. Wir erkannten mit Stadtdekan Dr. zu Eltz: „Wenn Wesentliches bleiben soll, muss sich Vieles ändern.“ Da erklärte Frau Döbritz-Berti: „Kunstverstand trennt Wert von Tand.“ „Digitale Helden‘ braucht das Land“ forderte Herr Borns für die Schulen. „Gefahr droht vom Internet, nicht nur beim Shopping, die Ohnmacht ist online beim Cybermobbing“, reimte Peter Deutsch. Wir begegneten Eisbären auf dem Weg der Post vom Nord- und Südpol mit Herrn Niklas und erprobten durch Herrn Knopp mit leichtem Gepäck auf den schwierigsten Wanderpfad der Welt die Grenzen der Technik und Zivilisation. Unseren Horizont erweiterte im Mikrokosmos Herrn Professor Dikics Protein Ubiquitin und im Makrokosmos Herrn Professor Wagemanns Politik aus dem Bauch und aus dem Kopf. Wir lernten zu staunen über die Vielfalt unserer Schöpfung wie die Kinder, für die Frau Dr. Feuerbach nicht nur ein Herz hat, sondern ein Kinderbüro. Wir verbanden sogar Herrn Dohrmann mit Hilfe eines Monitors per Skype aus dem weit entfernten Indien mit dem großen Pfarrsaal zwecks Deutsch-Indischer Zusammenarbeit. Wir bewegten uns mit Frau Dr. Sedlak bei Menschen im Sterbeprozess in Grenzbereichen des Lebens und der Medizin. Musik versetzte uns mit Vlado Brunner, Bastian Fiebig, Christoph Kuhn, Christopher Brandt, von den jeweils besten Saiten gezeigt, in andere Welten.

Pfarrer Otto erklärte, BonEvent sei gut inszeniert, interaktiv, multisensorisch, kurz ein Erlebnis! Unser Schutzpatron St. Bonifatius habe den Menschen das Wort Gottes in ihrer Sprache erschlossen. In diesem Sinne schaffe BonEvent Räume für Gespräch und Begegnung für die Menschen in unserem Stadtteil und erreiche auch neue Milieus. Pfarrer Otto war voll des Lobes über BonEvent. Das Team sei gut, das Programm geist- und abwechslungsreich, die Veranstaltungen mit Liebe gemacht.

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Herr Deutsch reimte gekonnt in seinem Gedicht über BonEvent: „Auch eins will ich nennen, die Zahl unsrer Gäste, im Schnitt 30/40, und das war das Beste“ und ließ alle Vorträge Revue passieren. „Ein Kaleidoskop aus verschiedenen Sparten, das können Sie auch in Zukunft erwarten. Der nächste Termin ist Mitte April. Zu Gehör kommt ein Schauspieler, was der wohl will?“ schloss Herr Deutsch seine Verse. Der Abend klang mit stimmungsvoller Musik von Second Reflection, Sekt, Snacks und lebhaften Gesprächen aus.

Unsere Bilanz: BonEvent hat sich prächtig entwickelt. Publikumsmagneten wie Herr Knopp, Pfarrer Schechter, der Stadtdekan und Herr Theobald brachten um die hundert Zuhörer. Für dieses Jahr steht unser Programm bereits fest. Näheres erfahren Sie durch unsere Flyer, den Pfarrbrief oder die Kath. Erwachsenenbildung.

Wir freuen uns über Ihre Anregungen, Ihr Interesse und Ihren Besuch, bringen Sie Freunde und Bekannte mit! Tun wir gemeinsam etwas für unsere Bildung! Lassen wir uns anstecken von Prof. Dikics Begeisterung: Sky ist the only limit! Nur der Himmel ist unsere Grenze!
Ursula Bremer

Dr. Kerstin Koch und Prof. Dr. Ivan Dikic

"Herausforderungen in der Biomedizin - Aus dem Leben eines Wissenschaftlers"

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Prof. Ivan Dikic, Leibniz-Preisträger 2013, leitet das Institut für Biochemie II am Universitätsklinikum Frankfurt und war als Gründungsdirektor für den Aufbau des Buchmann Instituts für Molekulare Lebenswissenschaften auf dem Riedberg-Campus der Goethe-Universität Frankfurt verantwortlich.
Dr. Kerstin Koch kennt beide Institute aus ihrem Arbeitsalltag als Wissenschaftsmanagerin.

Eine Karriere in der biomedizinischen Forschung – das bedeutet heute weit mehr als allein im Labor über dem nächsten Experiment zu brüten. So haben beide Wissenschaftler es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche schon frühzeitig an die faszinierende Welt der Naturwissenschaften heranzuführen, um einen Beitrag zur Nachwuchsförderung in der Forschung zu leisten. Wie wird moderne Wissenschaft heute „gemacht" im internationalen Wettbewerb? Gibt es auch in der Wissenschaft eine Globalisierung?
Prof. Dikic erzählte aus seinem Leben und über seine Erfahrungen: seine wissenschaftlichen Stationen, sein tieferes Verständnis der molekularen Grundlagen von Krankheiten wie Krebs und über die Verantwortung wichtige Impulse für neue Therapien zu setzen.

 

Robert Theobald

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"In 5. Generation Apfelwein in der Buchscheer – ein Wirt erzählt"

Robert Theobald ist in der 5. Generation Wirt in der Buchscheer, einer der ältesten Apfelweinwirtschaften in Sachsenhausen.BonEvent Theobald 7

Was heißt es, Sachsenhäuser zu sein? Gibt es ihn überhaupt, „den" Sachsenhäuser? Mehr als zwei Jahrzehnte Wirt in Sachsenhausen ¬¬– ist das Berufung schon von Anfang an oder doch nur ein ganz normaler Beruf? Welche Rolle spielt Familientradition und gibt es da eigentlich noch ein Leben neben der Arbeit? Ab wann gehören Gäste eigentlich zur „Buchscheerfamilie"? Wie sieht die Zukunft für und in Sachsenhausen aus?

Fragen über Fragen – Robert Theobald antwortete an diesem Abend sowohl für seine Zuhörerschaft als auch für sich selbst. Alte und aktuelle Fotos dienten dabei der optischen Begleitung eines spannenden Abends.

 

Prof. Dr. Claudius Wagemann

"Politik aus dem Bauch - Politikwissenschaft aus dem Kopf"

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Professor Dr. Claudius Wagemann ist Politikwissenschaftler an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt mit dem Schwerpunkt Qualitative Empirische Sozialforschung. Kurz nach der Europawahl zeigte er interessante Aspekte der politischen Entwicklung in Deutschland und Europa auf und erzählte von seinem Werdegang bis hin zu seiner Tätigkeit an der Frankfurter Universität.

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